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  1. #501
    Mitglied Avatar von Grubert
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    Zitat Zitat von ZAQ Beitrag anzeigen
    Tja. Das sind erstmal die nackten Zahlen. Interpretation derselben ist dann wieder ne andere Sache...



    *Für mich zB waren ZACK 2000, ZACK-Magazin immer eher störendes Beiwerk auf dem Niveau von Fremdwerbung. An Preisausschreiben hab ich nie teilgenommen. Die oft weit oben in den Hitparaden vertretenen Technik-Serien Vaillant und Cooper mochte ich schon als Kind nicht. Ein 'gutes' ZACK war für mich eins mit Giraud, Hermann, Vance. Es scheint ziemlich sicher, dass das eher ne Minderheiten-Meinung war und entsprechende Entwicklungen im Heft hätten bei mir komplett andere Auswirkungen aufs Kaufverhalten gehabt als bei jemandem, der an Preisausschreiben teilnahm, den 'Illustrierten-Teil' verschlang und dessen Top-Comics von Graton und Weinberg gezeichnet wurden. Bei wieder anderen mögen ganz andere Faktoren (Wetter, Ferien, Kauf-Gelegenheit, soziale Kontakte,...) das Kaufverhalten beeinflusst haben, die zT gar nicht mit dem Heft an sich zu tun hatten, weils für sie ggf. völlig austauschbar war, ob sie ein ZACK, ein Yps oder ein DD-SH nicht kauften - oder eben grade doch. - Insofern muss man mMn sehr vorsichtig sein, wenn man von Fakten (hier: Auflagenzahlen) auf Ursachen schließt: Nicht alles, was miteinander korreliert, steht auch in kausalem Zusammenhang.
    ZAQ, das sehe ich alles sehr ähnlich, also deine komplette Analyse. Auch ich habe mich nur für die Comics interessiert, und solange meine Favoriten immer noch halbwegs regelmäßig vertreten waren, habe ich weiter gekauft.

    In 1975 bin ich z.b. nur wegen LL dabei geblieben, und der war in dem Jahr in fast jeden Heft. Ansonsten gab es nur noch eine sehr starke Orient Geschichte, und alles andere in 75 war ok bis öde.

    Was man an den Zahlen auch sieht ist, daß es in Mitte 74 wahrscheinlich vernünftiger gewesen wäre gleich auf 14tägig umzustellen, anstelle es mit dem dünneren Papier zu probiere.
    Und dachte ich schon immer, das wäre der perfekte Zeitpunkt gewesen mit weniger Heften sich auf das gute Comicmaterial zu konzentrieren, denn aus meiner Sicht war es für so ein Heft wichtig, eine Leserbindung zu haben, die man aber nur erreichen kann wenn die Lieblingsserien mit einer gewissen Regelmäßigkeit im Heft vertreten sind. Und das wäre zu dem Zeitpunkt mit den Serien, die auch aus heutiger Sicht Zack ausmachten, also auch einige die ich nicht so mochte, absolut möglich gewesen.
    Geändert von Grubert (01.12.2023 um 09:44 Uhr)

  2. #502
    Mitglied Avatar von Grubert
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    Zack das war für mich das Texter Dreigestirn Goscinny, Greg, Charlier, und die hatten auch die besten Zeichner (vor allem Giraud und Hermann). Duchateau und alle anderen Texter siedle ich qualitativ weit darunter an. Mit Valerian konnte ich damals nicht allzu viel anfangen (ist aber auch später für mich nur in Teilen wirklich gut), und für Corto war ich definitiv noch zu jung.

    MV war meist ok, und wie sich jetzt zeigt waren die Top MV Geschichten aus 1972 nur deswegen so interessant weil ich die alle nur in Teilen kannte, und als Ganzes offenbaren sie so manchen erzählerischen Mangel. Allerdings denke ich trotzdem, daß die mir damals mehr Spaß gemacht hätten als das meiste was von MV danach noch kam. DC war nur anfangs noch halbwegs ok, aber je älter ich wurde desto langweiliger wurde er, und die damals neuen Stories ab 1976 zählten für mich oft zu den absoluten Tiefpunkten in Zack.
    Zeichnerisch fand ich DC von Anfang an eher dürftig, und später miserabel, da war Tanguy die weitaus bessere Serie in jeder Hinsicht, und auf Tanguy nach 73 mehrere Jahre lang im Heft zu verzichten gehört zu den großen Dummheiten von Zack.

    Rick Master gehörte, nach kurzem anfänglichen Enthusiasmus, auch nur zu den Ok Serien, war aber immer positiv besetzt. Und auch da ist es für mich überraschend wie wenig Zack in Anbetracht der Masse des vorhandenen Materials davon gebracht hat. Auch bei RM klafft ab Mitte 74 eine mir nicht erklärbare 2jährige Lücke, in der haufenweise neue Serien ins Heft kamen, von denen ich keine wirklich mochte.
    Geändert von Grubert (01.12.2023 um 09:25 Uhr)

  3. #503
    Mitglied Avatar von Grubert
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    Ach, und mal eine andere Frage, falls das hier jemand weiß, warum muß eigentlich die Druckauflage fast doppelt so hoch sein wie die verkaufte Auflage?

  4. #504
    Ex-Exphilosoph Avatar von Jovis
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    Nur mal kurz meine Geschichte dazu, weil die doch etwas abweicht: ich bin mit Heft 14 in 1973 eingestiegen und war sofort Feuer und Flamme mit allem. Egal ob Weinberg, Graton, Giraud oder Vance, Valerian oder Spada, ich habe 74 sogar die Südseeballade geliebt. Mein Kaufverhalten war bis zum Ende hin IMMER davon abhängig, was meine Mutter erlaubte. Sie hat mir mit Heft 52/73 Mördercliffhanger bereitet durch ein Zackverbot. Ab Heft 10/74 durfte ich wieder, irgendwann in den 20ern wieder nicht und dann einmal Ende 74 hat sie es mir kurz wieder erlaubt und dann war endgültig Schluss, weil Comics eben doof machen und ich aufs Gymnasium sollte. Was dank der Strenge meiner Mutter ja auch geklappt hat. Der Drang Zack zu lesen war aber immer ungebrochen da, die Wiechmann-Zeit habe ich nur bei Kumpels auszugsweise mitbekommen, aber ich hätte da genauso Lust drauf gehabt wie zuvor, auch wenn ich den Unterschied durchaus wahrgenommen habe. Aber die ganzen Verlagsentscheidungen wie dünnes Papier, gekürzte Geschichten, Heft mit nur 1 Story, das alles habe ich nicht richtig mitbekommen, aber es hätte mich nicht vom Zack sammeln abgehalten.

    Ab 76, circa als die Dollar-Trilogie bei Blueberry losging, also zufällig zu einer Zeit als Zack zu den Wurzeln zurück kehrte, habe ich größere Freiheiten bei der Bestimmung meiner Taschengeld-Destination bekommen und dann auch Zack bis zum Ende hin gesammelt. Und da, gegen Ende, habe ich auch das erste Mal begonnen an Zack zu zweifeln, als ich merkte, dass in meinen Augen Yalek, Sigma-Gigantic, die Gringos und noch einge mehr nur noch einen stark verwässerten Eindruck auf mich machten. Aber auch hier war Zack weiterhin Top und ich hätte niemals aufgehört zu kaufen, zumal Zack im Vergleich zum Yps immer noch weit besser war. Imo.
    Geändert von Jovis (01.12.2023 um 09:39 Uhr)

  5. #505
    Mitglied Avatar von Grubert
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    Zitat Zitat von Jovis Beitrag anzeigen
    Aber die ganzen Verlagsentscheidungen wie dünnes Papier, gekürzte Geschichten, Heft mit nur 1 Story, das alles habe ich nicht richtig mitbekommen, aber es hätte mich nicht vom Zack sammeln abgehalten.
    Mich hat das auch nicht abgehalten, solange noch wenigstens eine meiner Top Serien dabei war. Im Gegensatz zu dir konnte ich mir Zack immer von meinem Taschengeld leisten, aber natürlich musste ich mir schon überlegen wofür ich es ausgebe, und wie gesagt nur in der Wiechmann Phase passte das kurz gar nicht mehr. Und in 1980 hatte ich genug Geld, so daß meine berechtigten Zweifel nicht zum Kaufstopp führten.
    Die Gringos waren übrigens in 79/80 noch eine der positiveren Serien, wenn auch nicht wirklich toll, aber Im Gegensatz zu dem was da sonst so gebracht wurde, war das noch Gold. Aber ich denke, lange hätte ich das Heft in 1980 dann doch nicht mehr gekauft, der Spaß war da weitgehend verschwunden.

    Mein Einstieg war Heft 28/73, und da war genau genommen die beste Zack Zeit erst Mal vorbei, also mit jenen Heften in denen meine Favoriten geballt erschienen. Das gab es dann immerhin später in 77/78 doch noch mal.
    Allerdings musste es sich damals in 1973 für mich erst einmal herauskristallisieren welches überhaupt meine Favoriten waren. Comanche z.B. fand ich anfangs eher etwas schwierig, aber das änderte sich blitzschnell mit der Zack Super Box. Bruno Brazil dauerte noch länger, wenn ich mir da meine Bewertungen in den Jahresumfragen anschaue, dann war er in 73/74 für mich ok, also mit 3 bewertet, und stieg dann langsam auf 2 und erst in 1978 auf 1.
    Leider war das dann auch schon die letzte Geschichte, nicht nur in Zack.

    Und was Vance betrifft, so war er sicher ein guter Zeichner, aber seine anderen Serien mangelte es an interessanten Geschichten, denen fehlte das gewisse Etwas.
    Geändert von Grubert (01.12.2023 um 10:24 Uhr)

  6. #506
    ist irgendwie doch wieder zaktuell Avatar von ZAQ
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    Zitat Zitat von Jovis Beitrag anzeigen
    (...) Mein Kaufverhalten war bis zum Ende hin IMMER davon abhängig, was meine Mutter erlaubte. (...)
    ...was zwar sicher nicht die Regel war, aber ein schönes Beispiel dafür ist, dass das Kaufverhalten und damit Auflagen-Schwankungen zuweilen von Faktoren abhängen, auf die die Blatt-Macher gar keinen Einfluß haben und die damit unabhängig von der Qualität des Produktes sind. "Was hilft das beste ZACK, wenn es die Mutter nicht erlaubt!?"
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  7. #507
    ist irgendwie doch wieder zaktuell Avatar von ZAQ
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    Zitat Zitat von Grubert Beitrag anzeigen
    Ach, und mal eine andere Frage, falls das hier jemand weiß, warum muß eigentlich die Druckauflage fast doppelt so hoch sein wie die verkaufte Auflage?
    Muss sie nicht. Sie muss halt so groß sein, dass an allen Verkaufsständen ausreichend Exemplare vorhanden sind. Heutzutage wird wohl hauptsächlich 'körperlos' remmitiert, früher wurden die kompletten Hefte nach 'Ablauf' zurück geschickt. Deshalb bestellten die Händler eher immer etwas mehr Hefte, um 'Vorrat' für Gelegenheitskäufer zu haben.

    Oder anders erklärt: Wenn ein Händler die Beobachtung macht, dass er jede Woche fünf ZACKs verkauft, aber nicht immer an dieselben fünf Jungs, dann 'braucht' er mehr als fünf Hefte pro Woche, für den Fall, dass in einer Woche mal ALLE Jungs, die 'manchmal' eins der fünf Exemplare kaufen, eins kaufen wollen würden.
    Geändert von ZAQ (01.12.2023 um 10:57 Uhr)
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  8. #508
    Mitglied Avatar von Grubert
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    Ja sicher, aber gleich doppelt so hoch?

    Warum nicht irgendwas zwischen 20 und 50 % höher? Da bleibt auch noch genug zum Wegschmeißen übrig. Das sind doch auch Unkosten, da würde ich eher mal eher ein paar Käufer riskieren die leer ausgehen. Aber anscheinend musste das so sein, es war ja durchgehend so, und auch meist mehr als das Doppelte.

  9. #509
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Ich bin nach ca. dreijähriger ZACK-Lektküre so im Herbst 75 als Leser ausgestiegen. Der Qualitätsabfall war einfach nicht mehr hinnehmbar, auch wenn ich mir über Gründe und Hintergründe damals natürlich keine Gedanken gemacht habe. Von mir stark nachgefagte Serien wie Morgan, Tangy, Comanche, Brazil, Master oder Blueberry waren aus ZACK verschwunden, stattdessen wurde das Heft mit steifem Cooper- und Barracuda-Material gnadenlos "weinbergisiert". Die Qualität des Vaillant-Materials hatte schon Mitte 74 deutlich nachgelassen. "Artfremde" Comics wie Eisenherz konnten mich damals nicht überzeugen (später schon), auch Tim und Struppi fand ich irgendwie unpassend. Dazu kamen schwache Lucky Luke-Episoden aus der Frühzeit der Serie. Der ganze Mix stimmte nicht mehr, die Qualität, die einst von der Dreifaltigkeit Charlier/Goscinny/Greg gewährleistet wurde, war weg. Und dass mir als treuem Leser augenkrebsverursachende Serien wie Thomsen oder Kung Fu zugemutet wurden, empfand ich fast als persönliche Beleidigung.

    Entscheidend war für meinen Abgang als Leser war wohl die Absenz von Blueberry. Das war (und bleibt) für mich immer die zentrale, die archetypische ZACK-Serie, überhaupt die Comic-Serie, die bei mir eine nachhaltige Begeisterung für das Medium ausgelöst hat, geschaffen von den Halbgöttern Charlier und Giraud. Dass die Serie dann Ende 77 wieder ins Heft zurückkehrte, habe ich nicht mehr mitbekommen, da war ich schon zu weit weg von ZACK und mit andersartigen Freizeitaktivitäten beschäftigt... In die Comiclektüre eingesteigen bin ich dann erst wieder mit den Großen Edelwestern.

    Auf jeden Fall sind in meinem Fall nicht die Herren Kauka/Wiechmann dafür verantwortlich, dass ich Koralle verlustig ging. Als die auf der Bildfläche auftauchten, war ich längst weg.
    Geändert von BobCramer (01.12.2023 um 13:07 Uhr)

  10. #510
    Mitglied Avatar von Grubert
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    Zitat Zitat von BobCramer Beitrag anzeigen
    Ich bin nach ca. dreijähriger ZACK-Lektküre so im Herbst 75 als Leser ausgestiegen. Der Qualitätsabfall war einfach nicht mehr hinnehmbar, auch wenn ich mir über Gründe und Hintergründe damals natürlich keine Gedanken gemacht habe. Von mir stark nachgefagte Serien wie Morgan, Tangy, Comanche, Brazil, Master oder Blueberry waren aus ZACK verschwunden, stattdessen wurde das Heft mit steifem Cooper- und Barracuda-Material gnadenlos "weinbergisiert". Die Qualität des Vaillant-Materials hatte schon Mitte 74 deutlich nachgelassen. "Artfremde" Comics wie Eisenherz konnten mich damals nicht überzeugen (später schon), auch Tim und Struppi fand ich irgendwie unpassend. Dazu kamen schwache Lucky Luke-Episoden aus der Frühzeit der Serie. Der ganze Mix stimmte nicht mehr, die Qualität, die einst von der Dreifaltigkeit Charlier/Goscinny/Greg gewährleistet wurde, war weg. Und dass mir als treuem Leser augenkrebsverursachende Serien wie Thomsen oder Kung Fu zugemutet wurden, empfand ich fast als persönliche Beleidigung.
    Sehe ich alles fast genau so.
    Eisenherz war mir zu behäbig, und mit Tim und Struppi kann ich bis heute nicht viel anfangen, und Tunga war zwar sehr gut gezeichnet, aber die Geschichten waren etwas langweilig. Nur bei LL muß ich dir widersprechen, die fand ich überwiegend gut bis sehr gut, sonst wäre ich sicher auch ausgestiegen. Roy Bean z.b. ist zwar einer der auch damals von mir als älter eingeschätzten, aber er ist auch der beste LL der 50er.
    Von DC kamen ja damals ein paar ältere, die wie ich mittlerweile weiß von Charlier stammten. Die mochte ich tatsächlich wieder ein wenig mehr, allerdings waren sie auch etwas altmodisch.

    Blueberry kam übrigens nicht Ende 77 sondern Ende 76 wieder.

  11. #511
    Ex-Exphilosoph Avatar von Jovis
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    @BobCramer: Das klingt, als wärest du in den Zack-Jahren schon mehr zu solchen Qualitätsentscheidungen fähig gewesen als ich. Bist du älter? Ich war 1973 7 Jahre alt. Da war ich so fasziniert von der Vielfalt. Als mir Corto gefiel, sagte meine Schwester: "Oh, du wirst aber früh erwachsen." und ich war ganz stolz. In Wirklichkeit habe ich mir übergeordnete Gedanken über Comics zu der Zeit gar nicht gemacht. Hätte ich die Wiechmann-Ära miterleben dürfen, wäre Captain Terror ein Pirat gewesen und keine Wiechmann-Serie.

  12. #512
    Mitglied Avatar von Örtliche Bücherei
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    Ich habe die Wiechmann-Ära miterlebt. (Jedoch ohne zu wissen, dass es eine Wiechmann-Ära ist.) Und ihr dürft mir glauben, Captain Terror war immer ein Pirat gewesen und wird es auch in Zukunft sein!

  13. #513
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von Grubert Beitrag anzeigen
    Eisenherz war mir zu behäbig
    Die Serie habe ich erst entdeckt bzw. wertgeschätzt, als die Carlsen-Ausgabe rauskam. Sie war aber genausowenig als ZACK-Material geeignet wie Corto Maltese oder Tim & Struppi.

    Zitat Zitat von Grubert Beitrag anzeigen
    Blueberry kam übrigens nicht Ende 77 sondern Ende 76 wieder.
    Ah ja, stimmt, Ausgabe 1976/26... war eigentlich ein schönes Weihnachtsgeschenk damals, die Rückkehr von Blueberry und MacClure. Aber ich hab's irgendwie nicht mitbekommen. Aber wenn ich mich recht entstinne, hatte ich später zumindest die 1979er ZACKs mit "Der Kopfgeldgäger von Arizona" alias "Gebrochene Nase" in meinem Jugendzimmer... auch alle Blueberry-Comicboxen gelangten in meinen Besitz. 1980 war dann ein Blueberry-Jahr der Superlative mit zwei Edelwestern UND der Comic-Box 40 "Der letzte Kampf der Apachen".

  14. #514
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von Jovis Beitrag anzeigen
    @BobCramer: Das klingt, als wärest du in den Zack-Jahren schon mehr zu solchen Qualitätsentscheidungen fähig gewesen als ich. Bist du älter?
    Nun, ich darf mit Stolz behaupten, noch ca. 11 Monate lang Untertan von Bundeskanzler Konrad Adenauer gewesen zu sein, bevor dieser aus dem Amt schied - an diese schöne Zeit erinnere ich mich natürlich besonders gerne zurück!

    Irgendwelche reflektierten Qualitätsentscheidungen habe ich anno 72-75 eigentlich nicht getroffen, aber dass "Blueberry" und "Andy Morgan" um Welten besser waren als "Barracuda", "Kung Fu" oder "Rolf Thomsen", das war eindeutig. Über das spanische Studiomaterial der "Ära" Wiechmann hätte ich mich bestimmt empört, wenn ich noch ZACK-Leser gewesen wäre...

    Zitat Zitat von Jovis Beitrag anzeigen
    Als mir Corto gefiel, sagte meine Schwester: "Oh, du wirst aber früh erwachsen." und ich war ganz stolz.
    Ich glaube, ich werde nicht mehr erwachsen genug, um Corto wertschätzen zu können... ich hab's immer mal wieder vergeblich versucht.
    Geändert von BobCramer (01.12.2023 um 15:33 Uhr)

  15. #515
    Mitglied Avatar von Örtliche Bücherei
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    Ich frage mich, ob in 60 oder 70 Jahren auch noch jemand sich besonders gerne an Merkelin oder Schölzchen zurückerinnert?


    Edit: Diese Frage war rhetorisch gemeint

  16. #516
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Örtliche Bücherei Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, ob in 60 oder 70 Jahren auch noch jemand sich besonders gerne an Merkelin oder Schölzchen zurückerinnert?
    In der Schweiz ganz sicher nicht.
    Dafür wissen wir nicht mal, wer Schlumpf war.
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  17. #517
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von Örtliche Bücherei Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, ob in 60 oder 70 Jahren auch noch jemand sich besonders gerne an Merkelin oder Schölzchen zurückerinnert?
    Nach Bismarck gab es einfach keine guten Kanzler mehr... das sagte schon mein Opa, und der musste es wissen, denn er war noch Untertan von Otto.

  18. #518
    Mitglied Avatar von Horatio
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    Zitat Zitat von Grubert Beitrag anzeigen
    Ach, und mal eine andere Frage, falls das hier jemand weiß, warum muß eigentlich die Druckauflage fast doppelt so hoch sein wie die verkaufte Auflage?
    Es ist gewissermaßen umgekehrt: Die verkaufte Auflage muss bei mindestens etwa 50 % der Druckauflage liegen, um in die Gewinnzone zu kommen. So ungefähr.

    Ich glaube, dass efwe das hier im Forum schon mal beschrieben hat. Oder jemand anders …?

    *

    Gab’s hier nicht schon mal einen Thread mit dem Thema „Meine ZACK-Leser-Biografie“? Ich meine, da hätte auch ich bereits mal was geschrieben..
    Geändert von Horatio (01.12.2023 um 19:37 Uhr)
    Horatio

  19. #519
    ist irgendwie doch wieder zaktuell Avatar von ZAQ
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    Zitat Zitat von Horatio Beitrag anzeigen
    (…)
    Gab’s hier nicht schon mal einen Thread mit dem Thema „Meine ZACK-Leser-Biografie“? Ich meine, da hätte auch ich bereits mal was geschrieben..
    https://www.comicforum.de/showthread...ACK-Biographie
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  20. #520
    Mitglied Avatar von frank1960
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    Ja, ja. Caramac und ZACK. War ne schöne Zeit. Die Raumschiffe zum Ausschneiden im Rahmen der Klebstoffwerbung. Und die Bildergeschichten. Meine Liebsten waren Luc, Rick, Michael, Max der Taschendieb Forscher, Bluebarry am Anfang usw. Bestimmt hat der Frank einige vergessen. Egal. Jetzt aber kommt der Kram, den Ich nicht mochte: Den ätzenden Kuddel Malaise, Barracuda, Turi und Tolk und Comanche*.



    *Spass. Red Dust war immer ein must.
    Ach wär Ich doch ein Junge noch wie einst
    Mit Bastei-Gruß,
    Euer Frank

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  21. #521
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Mit "Barracuda" begann für mich die Weinbergisierung und damit auch der langsame Niedergang von ZACK. Dass es Weinberg erlaubt wurde, die Koralle-Publikationen jahrelang mit zweit- und drittklassigem Material zu fluten, war unverzeihlich. Albert muss einen besonderen Draht zu Gigi Spina gehabt haben.

  22. #522
    Ex-Exphilosoph Avatar von Jovis
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    Er hatte vor allem Stress mit seinem französischen Verleger und war motiviert für den Wechsel. Mit Zack war es wohl ein Geben und Nehmen. Er war unglaublich produktiv und war außerdem bereit sehr viele Veränderungen vorzunehmen. Aus einem Album machte er drei abgeschlossene Kurzgeschichten, aus Aquila-Comics machte er Dan Cooper-Comics. Ich glaube, Zack wurde nicht Weinbergisiert sondern frankensteinisiert, mit Interesse daran, mit allen Mitteln die Seiten zu füllen, ohne Rücksicht auf künstlerische oder inhaltliche Aspekte. Und Weinberg konnte damit umgehen und war scheinbar kein bisschen empfindlich beim Auseinandernehmen und neu zusammensetzen seiner Kunst.

  23. #523
    Mitglied Avatar von frank1960
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    Bei ZACK war er wieder der fröhliche Weinberg.
    Ach wär Ich doch ein Junge noch wie einst
    Mit Bastei-Gruß,
    Euer Frank

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  24. #524
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von Jovis Beitrag anzeigen
    Ich glaube, Zack wurde nicht Weinbergisiert sondern frankensteinisiert, mit Interesse daran, mit allen Mitteln die Seiten zu füllen, ohne Rücksicht auf künstlerische oder inhaltliche Aspekte. Und Weinberg konnte damit umgehen und war scheinbar kein bisschen empfindlich beim Auseinandernehmen und neu zusammensetzen seiner Kunst.
    Man könnte sagen, das Heft wurde durch Weinbergisierung frankensteinisiert... Albert hat gnadenlos umgezeichnet und geschnippelt und Springer massiv Kohle aus dem Kreuz geleiert. Auf jeden Fall haben mich Koralle-Eigenproduktionen so gut wie nie überzeugt bzw., wie man heute zu sagen pflegt, "abgeholt". Um echte ZACK-Qualität abliefern zu können, musste man jahrelang bei Lombard, Dargaud oder Dupuis durchs Stahlbad gegangen sein und sich dann auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Potenz befinden. Mit Quereinsteigern, ausgebrannten Routiniers oder spanischen Studiozeichnern war das gewohnte Niveau nicht zu halten.

  25. #525
    Mitglied Avatar von Grubert
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    Auch das sehe ich ähnlich.
    Turi und Tolk war zwar wirklich gut gezeichnet, aber die Geschichten fand ich eher langweilig. Das war mir zu kindgerecht konzipiert. Und das Weinberg Problem waren dann bei Barracuda und dem neu gestarteten Cooper nicht nur die schlampigen Zeichnungen, sondenr ebenfalls die durchweg uninteressanten Geschichten.

    Letztendlich sind die Serien, die Zack für mich groß gemacht haben, alle schon im 1. Jahrgang drin gewesen, und sind dann, wenn auch mit Unterbrechungen, die Seele des Heftes geblieben, bis zum Ende, als nicht mehr viel Seele übrig war.

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